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Cross-Tape – das etwas andere Tape

Kinesio-Tapes gehören schon lange zu einer ganzheitlichen Therapie dazu. Ihren Ursprung hatten die elastischen Tapes in Japan und wurden ab den 70er Jahren eingesetzt, um den körpereigenen Heilungsprozess zu unterstützen. Nur langsam fanden sie ihren Weg nach Europa und in die eigentliche Praxis, denn zuerst waren es Sportler, die ihre Wettkämpfe nur noch getapet bestritten. Doch 2008 hatten die bunten Klebestreifen endlich ihren großen Auftritt bei den olympischen Spielen in Peking und ihr Bekanntheitsgrad wuchs immer mehr. Schon bald waren es nicht mehr nur noch Profisportler, die die Wirksamkeit der Tapes für ihre Gesundheit nutzten.

Auch in den Physiotherapie-Praxen erhielten sie Einzug oder Orthopäden empfahlen ihren Patienten sich tapen zu lassen. Und so begegnen einem die bunten Tapes immer öfter: Die hochelastischen Stoffpflaster stützen Kniegelenke, verbessern verspannte Nackenmuskulatur und regen die Selbstheilungskräfte im Körper an. So weit so gut – doch das Kinesio-Tape hat vor einiger Zeit ein Geschwisterchen bekommen, was nun auch vermehrt in der WirbelDOC Praxis zum Einsatz kommt: die Cross-Tapes, manchen auch als Akupunkturpflaster oder Gittertapes bekannt.

Ihr Ursprung liegt ebenfalls in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und zielt darauf ab, gestörte Energiebahnen wieder in ihren Fluss zu bringen und darüber manifestierte Beschwerden zu lösen. Was sie sonst noch können, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Inhalt

  1. Cross-Tape – das etwas andere Tape
  2. Das Wesen der Cross-Tapes
  3. Auf den Punkt gebracht
  4. Ein kleines Tape mit großer Wirkung – und das nicht nur im akuten Fall
  5. Wie läuft eine Cross-Tape-Behandlung in der WirbelDOC Praxis ab?
  6. Was spricht gegen ein Cross-Tape?
  7. Welche Farbe hilft bei welchem Problem?
  8. Warum Cross-Tapes nutzen, wenn man Kinesio-Tape-Fan ist?
  9. Zwei Fallbeispiele
Alexandra Evers setzt Cross-Tapes bei Patientin

Das Wesen der Cross-Tapes


Diese kleinen Pflaster, die es in verschiedenen Größen, Formen und Farben gibt, haben, wie es der Name schon verrät, eine gitterartige Struktur. Durch ihre wasserresistente Eigenschaft halten sie ohne Probleme der täglichen Dusche stand. Außerdem sind sie atmungsaktiv und schweißdurchlässig, sodass dem wöchentlichen Workout nichts im Wege steht. All das und ihre hautfreundliche Struktur machen es möglich, dass der Patient die Cross-Tapes bis zu drei Wochen lang tragen kann.

Doch das Wichtigste: Sie enthalten keinen körperfremden Wirkstoff, keine Creme, keine Medikamente. Ihre Wirksamkeit liegt in der Zusammenarbeit mit der Haut selbst. So sind sie eine perfekte Ergänzung zu den chiropraktischen Behandlungen und unterstützen nachhaltig die intensive Arbeit sowie den Heilungsprozess.

Auf den Punkt gebracht

Wie soll denn nun ohne Wirkstoff eine Verbesserung eintreten? Ganz einfach: Gittertapes stimulieren körpereigene (Akupunktur-/Trigger-/Meridian-) Punkte und erhöhen die lokale Durchblutung. Durch ihre Zusammenarbeit mit der Haut kommt es zu einem anhaltenden Gewebereiz, einer punktuellen Massage der betroffenen getapten Punkte. Das löst die Blockaden und Muskelverspannungen und bringt Körper und Geist wieder in Einklang. Ganz ähnlich der Körperakupunktur oder der Triggerpunktarbeit – nur nachhaltiger, da es länger auf der betroffenen Hautstelle bleibt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten bestehende Probleme wegzutapen. Entweder nutzt man, meist bei organischen Problemen, die entsprechenden Meridianpunkte. Hier ist dann klar, dass Bereiche beklebt werden, die nicht schmerzhaft sind. So können zum Beispiel gewisse Punkte am Rücken oder an den Händen gegen Kopfschmerzen helfen – ganz einfach über Signalwirkung. In anderen Fällen liegt das Tape aber genau da, wo der Patient den Schmerz lokalisiert.

Das gitterartige Tape arbeitet in beiden Fällen wie ein Detektiv – es deckt Schmerzregionen auf und versucht sie zu lösen. Voller Elan und ohne Probleme sucht sich das Cross-Tape eigenständig seine Wirkungsstätte. Im Normalfall ist die Ladung des Tapes identisch mit der unserer Haut. Liegt nun aber ein Schmerzpunkt vor, ist ein Triggerpunkt aktiv, ist Gewebe entzündlich verändert. Dann ändert sich auch der Hautwiderstand über diesem Bereich. So zieht der Schmerzpunkt automatisch das Tape aktiv an – eben auf den Punkt gebracht.

Ein kleines Cross-Tape mit großer Wirkung – und das nicht nur im akuten Fall


Wie schon kurz erwähnt, können Cross-Tapes bei den meisten Beschwerden helfen und sind nicht nur auf den Bewegungsapparat beschränkt. Sicher geht es meist um starke Muskelverspannungen oder Beschwerden im Rücken-/Nackenbereich. Diese entstehen durch Fehlbelastung, Fehlhaltung, langes Sitzen, intensive Arbeit am Computer, wenig Bewegung oder viel Stress.

Weitere Einsatzgebiete der Cross-Tapes sind, genau wie bei den Kinesio-Tapes, Beschwerden oder Einschränkungen des Knies, der Hüfte, des Armes, der Schulter, der Muskeln, Sehnen und Bändern z.B. nach Unfällen, Stauchungen oder Prellungen. Der Einsatz der Gittertapes kann auch Rheuma, Kopfschmerzen bis hin zu Migräne, Zähneknirschen und die damit in Zusammenhang stehenden Schmerzen lindern.

Das Cross-Tape hilft auch bei Begleitsymptomen

Viele Patienten berichten im Zusammenhang mit ihren Rückenproblemen von Gleichgewichtsstörungen, Schwindel, Ohrgeräuschen oder allgemeiner Erschöpfung. Neben der chiropraktischen Arbeit, kann auch hier das Gittertape seine Wirkung entfalten, wenn die Ursache z.B. im Bewegungsapparat liegt.
 Weitere Anwendungsmöglichkeiten, auf die wir nun nicht mehr näher eingehen, sind: Probleme mit den Atemwegen wie Asthma oder Bronchitis. Hauterkrankungen wie allgemeiner Ausschlag, Ekzeme oder Neurodermitis.

Hier arbeitet man aber primär über die entsprechenden Meridianpunkte. Auch gynäkologische Probleme kann das Cross-Tape behandeln. So wurden gute Erfolge bei Menstruations- oder Wechseljahres-beschwerden erzielt – und das nicht nur im akuten Fall. Auch ein präventiver Einsatz der Gittertapes ist in allen Bereichen empfehlenswert.

Wie läuft eine Cross-Tape-Behandlung in der WirbelDOC Praxis ab?

Nach der gründlichen Anamnese durch einen Heilpraktiker und dem Scan, um zu schauen, wie es um die Spinalnerven und die Muskulatur rechts und links der Wirbelsäule steht, kommt es noch zu einer eingängigen Untersuchung durch den Doctor of Chiropractic. Danach erfolgt in den meisten Fällen die chiropraktische Behandlung, nach der dann, bei Bedarf, der Heilpraktiker die Cross-Tapes einsetzt.

Natürlich können die Tapes auch ohne chiropraktische Behandlung angewendet werden. Der Patient kann sie nach einer gründlichen Einweisung, an gut zugängigen Bereichen, auch selbstständig setzen. 
Die Haut wird vor der Behandlung desinfiziert und von Fett befreit, so dass das Gittertape besser anheften kann. Wenn der Heilpraktiker stark behaarte Bereiche behandeln muss, wäre es wichtig den Bereich einen Tag vorher zu rasieren. Nur haarfrei und sauber kann sich das Tape optimal an die zu behandelnde Region schmiegen und seine Wirkung voll entfalten.

Auftragen des Cross-Tapes

Die Größe des zu benutzenden Cross-Tapes richtet sich nach der zu behandelnden Region. Das entsprechende Pflaster wird mit einer Pinzette vom Klebestreifen gelöst und über den zu behandelnden Bereich gehalten. Man fährt so lange einige Zentimeter über der Haut entlang, bis sich das Tape zu seinem Punkt neigt und eine Verbindung mit dem Schmerzreiz, dem Akupunktur-/Triggerpunkt oder dem Meridianpunkt eingeht.

Der Patient sollte das Cross-Tape sollte als nicht störend empfinden, nicht jucken oder Hautrötungen hervorrufen. Auf Grund seiner hautfreundlichen Textur ist kaum von irgendwelchen Irritationen auszugehen. Tritt dennoch eines dieser Möglichkeiten ein, kann der Patient das Tape eigenständig und schmerzfrei entfernen. Dann sollte er den behandelnden Arzt informieren. Nach dem Anlegen des Cross-Tapes sollten Sie mindestens 2-3 Stunden kein Sport treiben, in die Sauna oder Schwimmbad gehen. Auch duschen oder baden sollte erst 2-3 Stunden nach dem anlegen stattfinden.

Wie das Auftragen genau aussieht, erklärt Geschäftsführerin Alexandra Evers im folgenden Video:

Was spricht gegen ein Cross-Tape?

Gittertapes sollten nicht angelegt werden, wenn irgendwelche Hautreizungen oder -erkrankungen vorliegen. Dazu gehören Rötungen nach Sonneneinstrahlung jeglicher Art genauso wie Pilzinfektionen, ein Erythem, Neurodermitis, Schuppenflechte, Pergamenthaut und jegliche entzündliche Hautveränderung.

Auch auf offenen Wunden oder auf Körperöffnungen darf das Tape nicht angewendet werden. Genauso sind auffällige Leberflecke von dieser Therapieform ausgeschlossen. Weitere Kontraindikationen für die Anwendung sind Tumore, Bestrahlungen, Chemotherapie, Krampfadern, Venenentzündungen oder Thrombosen und generell ein schlechter Allgemeinzustand des Patienten. Auch direkt auf die Wirbelsäule sollten die Pflaster nicht gesetzt werden.

Welche Cross-Tape-Farbe hilft bei welchem Problem?

Dass die Farbe der eingesetzten Tapes einen Einfluss auf den menschlichen Körper hat, ist kontrovers diskutiert und nicht wissenschaftlich belegt. Aktuell gibt es die Cross-Tapes in blau, rot/pink und beige.

Man geht davon aus, dass die verschiedenen Farben folgende Wirkung zeigen könnten: 
Blau soll beruhigend, kühlend und entzündungshemmend wirken und deshalb setzen die Heilpraktiker diese eher bei Gewebereizung und entzündlichen Prozessen ein. 
Rot soll anregend, wärmend und durchblutungsfördernd sein, so dass es eher bei chronischen Beschwerden genutzt wird. 
Beige hingegen wird als neutral beschrieben und ein Heilpraktiker kann es somit in allen Fällen problemlos einsetzen. 
Generell ist zu empfehlen erst einmal ein beiges Gittertape einzusetzen. Vor allem an prominenten Stellen wie dem Gesicht, denn durch ihre dezente Farbe fallen sie weniger auf als ihre farbigen Kollegen.

Warum das Cross-Tape nutzen, wenn man Kinesio-Tape-Fan ist?

Ganz klar ist: beide Varianten haben ihre Daseins-Berechtigung. Beide Varianten sorgen dafür, dass sich Muskelverspannungen lösen und der Muskel wieder seiner normalen Arbeit nachgehen kann, wenn die Funktionsstörung behoben wurde. Außerdem sorgen beide Tapes durch die intensive Massage für eine verbesserte Durchblutung, einen besseren Abtransport von Stoffwechselendprodukten, einem optimiertem Lymphfluss sowie die Aktivierung der Selbstheilungskräfte.

Doch die kleinen Cross-Tapes weisen einige Vorteile gegenüber dem großen Geschwisterchen auf. Sie können lokaler eingesetzt werden und länger an ihrem Wirkungsort bleiben. Sie fallen durch ihre Größe weniger auf und können so sogar problemlos im Gesicht, z.B. bei Kieferbeschwerden, gesetzt werden. Und gerade bei starker Hitze sorgen sie für einen angenehmeren Tragekomfort, da sie weniger spürbar sind als die größeren Kinesio-Tapes.

Ein weiterer Vorteil ist, dass sie nach dem duschen/baden schneller trocknen und nicht noch unter Umständen geföhnt werden müssen.

Zu guter Letzt noch zwei Fallbeispiele:

Patientin mit Schmerzen im Fingermittelgelenk

Problem: Die 38jährige Patientin sprach über starke Schmerzen im linken Mittelfingergelenk ihres Mittelfingers. Da sie sich mitten in einem wichtigen Projekt befand, viel am Rechner saß und tippen musste, war es ihr nicht möglich, den Finger ruhig zu stellen. Auch die kurze Erholung am Wochenende half in der akuten Situation nichts mehr.

Behandlung: Nachdem das Fingergelenk intensiv massiert wurde kamen noch zwei kleine Cross-Tapes zum Einsatz. Zwei Tage später kam die Patientin zur Kontrolle vorbei und sprach von einer leichten Besserung aber dem Problem, dass sie sich oft die Hände wasche und das Tape deswegen nur einen Tag gehalten habe. Die Behandlung wurde wiederholt und die Patientin bekam einen Streifen Gittertapes mit nach Hause um sie, wenn nötig, selbst zu ersetzen. Bei der erneuten Kontrolle, weitere fünf Tage später war die Patientin ganz glücklich, da die Schmerzen kaum noch eine Einschränkung für sie darstellten. Nach einer weiteren Behandlung und eigenständigem Anlegen der Cross-Tapes war die Patientin nach 10 Tagen komplett schmerzfrei und bisher wegen diesem Problem nicht mehr in der Praxis.

Patientin mit Achillessehnenentzündung

Problem: Die 56jährige Patientin konnte auf Grund ihrer Achillessehnenentzündung kaum noch ihren Alltag bewältigen. Laufen konnte sie noch einige Meter, doch die Schmerzen nahmen immer mehr zu und Treppensteigen war fast unmöglich geworden.

Behandlung: Nach einer intensiven chiropraktischen Behandlung wurden vier mittlere Gittertapes rechts und links neben der Achillessehne angebracht. Die Patientin kam eine Woche später zur nächsten Behandlung vorbei und erzählte, dass sie weitere Strecken laufen könne und auch einige Stufen kein Problem mehr darstellten. Insgesamt waren noch fünf weitere Behandlungen möglich bis die Patientin wieder schmerzfrei durchs Leben gehen konnte.

Das Naturheilzentrum WirbelDOC setzt auch das Cross-Tape ein

Die Wirkung des Cross-Tapes spricht somit für sich. Klar ist, dass wir hier nur auf Erfahrungsberichte zurückgreifen können, da eine Anerkennung durch die Schulmedizin nicht gegeben ist. Es selbst einmal auszuprobieren lohnt sich aber in jedem Fall. Im Naturheilzentrum Wirbeldoc wenden wir die effektiven Tapes unterstützend zur chiropraktischen Behandlung an. Bei Interesse sprechen Sie uns gerne an unter info@wirbeldoc.de oder telefonisch unter 0221-80144960!

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