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Die Blutegeltherapie

Die Blutegeltherapie: Wie rund 500.000 Blutegel Deutschlands Schmerzen therapieren sollen

Inhalt:

  1. Was ist die Blutegeltherapie?
  2. Wie wirkt die Blutegeltherapie?
  3. Welche Indikationen für die Anwendung dieser Therapie gibt es?
  4. Wann sollte die Blutegeltherapie besser nicht angewendet werden?
  5. Das sagen Studien zur Blutegeltherapie
  6. Blutegeltherapie im Naturheilzentrum WirbelDOC

Die Blutegeltherapie als medizinische Anwendung und effektive Alternative zur Schulmedizin reicht zurück bis ins frühe Ägypten. In den Fokus der Heilmedizin rückte sie erst wieder vor geraumer Zeit, als die Wirksamkeit der Therapie von einflussreichen Institutionen wie der Berliner Charité oder Fachzeitschriften wie dem Ärzteblatt mittels Studien bestätigt wurde. Aber was genau beinhaltet die Blutegeltherapie und welche Vorteile hat sie für die Patienten?

Blutegel auf Haut bei Blutegeltherapie

Was ist die Blutegeltherapie?

Während die Egel das Blut saugen, setzen sie auch viele chemische Substanzen frei, die in seinen Halsdrüsen produziert werden. Diese Substanzen haben unter anderem eine gerinnungshemmende Wirkung und sorgen dafür, dass sich die Bisswunde erst einmal nicht verschließt. Weil sich das Nachbluten aus der Bisswunde über mehrere Stunden hinziehen kann, kann eine Blutegeltherapie mit einem sanften Aderlass verglichen werden. Er wirkt auch entstauend, hemmt Entzündungen und verdünnt das Blut.

Für die Anwendung der Egel gibt es bestimmte Lokalisationspunkte ähnlich wie bei der Akupunktur. So können Blutegel zum Beispiel an Knie, Händen, Schultern, Knöcheln oder aber auch am unteren Rücken angesetzt werden. Typischerweise verwendet man bei akuten Schmerzen eine höhere Anzahl an Egeln, um die entzündungshemmende Wirkung zu maximieren. Bei chronischen Krankheitsbildern wird generell eher auf eine geringere Anzahl an Egeln zurückgegriffen, da hier die stoffwechselregulierende Wirkung im Vordergrund steht.

Auch als ergänzender Bestandteil einer multimodalen Schmerztherapie in Verbindung mit Akupunktur, Amerikanischer Chiropraktik, Osteopathie, Magnetfeldtherapie oder Schröpfen sowie Empfehlungen zu Ernährung- und Bewegungsthemen der einzelnen Patienten kann die Blutegeltherapie eingesetzt werden.

Wie wirkt die Blutegeltherapie?

Die Blutegeltherapie hat sowohl kurzfristige als auch mittel- bis langfristige Wirkungen. Kurzfristig wirkt die Therapie vor allem lokal, und dabei hauptsächlich schmerzreduzierend (analgetisch) und entzündungshemmend (antiinflammatorisch). Zudem steigert die Blutegeltherapie aber auch den Gewebemetabolismus und fördert Aderlaß (ca. 30-50 ml pro Biss).

Mittel- bis langfristig stärkt die Therapie insbesondere das Immunsystem dank entzündungsdämpfender Immunmodulation. Außerdem fördert sie den Lymphstrom und steigert den Gewebemetabolismus im Allgemeinen.

Welche Indikationen für die Anwendung gibt es?

Die Blutegeltherapie bietet sich besonders dann an, wenn unter chronisch-degenerativen Schmerzen gelitten wird. Aber auch bei akuten Schmerzen durch Verletzungen und Traumen kann die Behandlung Abhilfe schaffen. U.a. folgende Beschwerden können mithilfe der Blutegeltherapie behandelt werden:

  • Arthrose
  • Arthritis
  • Rheuma
  • Rückenschmerzen
  • Erkrankungen der Venen z.B.: Krampfadern
  • Entzündungen z.B.: Sehnenscheidenentzündung aber auch chronische Sinunsitis (Nebenhöhlenentzündung)
  • Tinnitus
  • Lokale Infektionen (z.B.: Furunkel)
  • Erkrankungen der Augen (z.B.: Alterskatarakt)
  • Störungen der Kreislaufregulation (zum Beispiel Bluthochdruck)
  • Blutegel kommen auch in der plastischen Chirurgie und Transplantationschirurgie sehr oft zum Einsatz

Wann sollte die Blutegeltherapie besser nicht angewendet werden?

Wie bei jeder anderen Schmerzheiltherapie, hat auch die Blutegeltherapie spezielle Kontraindikationen, bei denen deutlich von der Anwendung abgeraten werden sollte und die es vorab mit Ihrem Heilpraktiker zu klären gilt. Diese Kontraindikationen beinhalten:

  • Bei Patienten, die Blut verdünnende Medikamente nehmen
  • Bei schweren Lebererkrankungen
  • Hämophilie
  • Anämie (Blutarmut), Blutbildungsstörungen (Leukämien)
  • Akuten Infektionen
  • Immunsupression (Chemotherapie)
  • Schwangerschaft
  • Wundheilungsstörungen

Das sagen Studien zur Blutegelbehandlung

Wie bereits erwähnt, erlebte die Blutegeltherapie in der Naturheilmedizin erst vor kurzem wieder einen Aufschwung an Beliebtheit. Nicht zuletzt basiert dieser auf den Ergebnissen zahlreicher Studien, die die Wirksamkeit der Schmerztherapie für verschiedenste Krankheitsbilder fundiert belegen.

So belegt beispielsweise das Charité Universitätsklinikum Berlin in einer Studie gemeinsam mit dem Therapiezentrum KPW Garbsen, dass Blutegel bei chronischen unteren Rückenschmerzen effektiver sind als die sonst eingesetzte Bewegungstherapie hinsichtlich kurzfristiger Schmerzlinderung und mittel- bis langfristiger Verbesserung der Funktion und damit der Lebensqualität. Weitere randomisierte kontrollierte Studien konnten die Wirksamkeit der Blutegeltherapie hinsichtlich Schmerzlinderung und Funktionsverbesserung für die Indikationen Kniegelenkarthrose, Arthrose des Daumensattelgelenk, Tennisellenbogen, Tinnitus belegen.

Blutegeltherapie im Naturheilzentrum WirbelDOC

Ab dem 01. September 2019 bietet das Naturheilzentrum WirbelDOC seinen Patienten ebenfalls die Möglichkeit, die Schmerztherapie zu testen oder in eine bereits bestehende multimodale Schmerztherapie zu integrieren. Die Blutegeltherapie findet nach Vereinbarung an jedem ersten Samstag im Monat ab Startdatum im Naturheilzentrum statt.

Für weitere Informationen und Terminvereinbarungen schreiben Sie uns gerne an info@wirbeldoc.de oder rufen Sie uns an unter 0221-80144960. Wir freuen uns auf Sie!

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